„Aude sapere“ bedeutet: „Wage es, weise zu sein“ oder „Wage es, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen“. Diesen
Leitspruch von Samuel Hahnemann, dem genialen Begründer der Homöopathie möchte ich auch Ihnen wärmstens ans Herz legen.
Wagen Sie es, sich selbst Gedanken über Ihre Gesundheit zu machen!
Sie haben sicher schon vom Begriff der „Selbstheilungskräfte“ gehört. Auch Medizinern ist dieser Begriff nicht fremd.
Oft wird er fälschlicherweise gleichgesetzt mit dem Begriff „Immunsystem“. Was aber verbirgt sich nun hinter diesen
Selbstheilungskräften? Gibt es eine wissenschaftliche Definition dafür? Können wir diese Selbstheilungskräfte irgendwie
messen oder chemisch/physikalisch darstellen?
Schauen wir uns ein weiteres Zitat von Hippokrates an: „Medicus curat, natura sanat.“ Übersetzt: „Der Arzt behandelt,
die Natur heilt.“ Das bedeutet, dass kein Arzt jemand anderen heilen kann. Er kann lediglich behandeln. Die Heilung selbst
kann nur aus dem Organismus des Kranken heraus geschehen.
Wenn wir also genau darüber nachdenken, kommen wir zu dem Schluß, dass die entscheidende Frage ist, wie wir den Kranken
dazu bringen können, sich selbst zu heilen. Das heißt erstens wo setzen wir an und zweitens wie? Setzen wir beim Symptom
an, indem wir es chirurgisch entfernen oder mit chemischen Mitteln vernichten mit dem Ergebnis, dass es an anderer Stelle
wieder auftaucht oder versuchen wir die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen und damit eine echte Heilung zu
erreichen?
Samuel Hahnemann hat dazu den Begriff der Lebenskraft benutzt, um genau diese Institution im Organismus des Kranken zu
benennen, die allein dazu in der Lage ist, dessen Gesundheit wiederherzustellen. Und er hat auch herausgefunden, wie eine
Stimulierung dieser Lebenskraft zu erreichen ist. Durch einen merkwürdigen Zufall fand er heraus, dass eine Arznei, die
bei einem Gesunden bestimmte Symptome erzeugt, ähnliche Symptome bei einem Kranken beseitigen kann. Mittlerweile gibt
es in der Homöopathie an die 4000 Arzneimittel. Es ist Aufgabe des
Homöopathen aus diesem Arzneimittelschatz das passende Mittel für seinen Patienten zu finden und damit dessen
„Selbstheilung“ anzuregen.